Traueranzeigen

Mit einer Traueranzeige in der Zeitung geben Sie den Tod des Verstorbenen öffentlich bekannt. Gleichzeitig informieren Sie über den Beerdigungstermin und darüber, ob und wann eine Trauerfeier stattfindet. Die Traueranzeige ist gleichzeitig für die Hinterbliebenen eine wichtige Form der Abschiednahme. Sie können ihre Gefühle ausdrücken und einen letzten Gruß formulieren.

Was steht in einer Traueranzeige?

Bei der Gestaltung der Anzeige sind wir Ihnen gerne behilflich. Wir beraten Sie außerdem zu den in Frage kommenden Zeitungen, zu Anzeigengröße, Erscheinungstermin und Kosten.

1. Sinnsprüche & Zitate

Die meisten Traueranzeigen beginnen mit einem Sinnspruch, Zitat oder Bibelwort. Es ist jedoch nicht zwingend notwendig, etwas zu zitieren. Sie können ebenso eigene Gedanken formulieren oder dieses Element ganz weglassen.

Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.
(Wilhelm Busch)

Die Liebe siegt über den Tod. Und ihre Kraft ist Leben.
(Friedrich Klopstock)

Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge.
(Arthur Schopenhauer)

Das Sichtbare ist vergangen, es bleiben nur die Liebe und die Erinnerung.

Wir gingen einen langen Weg gemeinsam, aber er war doch zu kurz.

Für die Welt bist Du nur ein Mensch. Für einen Menschen kannst Du die Welt sein.

Nur die Liebe ist stärker als der Tod.

Die wir im Leben geliebt haben, lasst uns im Tode nicht vergessen.

Geht nur hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns müde.
(Ernst-Moritz Arndt)

Er ist nun frei, und unsere Tränen wünschen ihm Glück.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; auch noch im kommenden Winter atmen wir Abschied.
(Rainer Maria Rilke)

Es ist Zeit, dass wir gehen. Ich, um zu sterben, und ihr, um weiter zu leben.
(Sokrates)

Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast Du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild.
(Rabindranath Tagore)

Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe. Ist es doch so wie mit der Sonne: Wir sehen sie am Horizont untergehen, aber wir wissen, dass sie „drüben“ weiter scheint.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Wohin können wir denn sterben, wenn nicht in immer höheres Leben hinein!
(Christian Morgenstern)

Sterben heißt umziehen an einen schöneren Ort.

Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Je mehr du gedacht, je mehr du getan hast, desto länger hast du gelebt.
(Immanuel Kant)

Nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren.

Du gehst. Es war so, dass ich Dich kennen, dass ich Dich lieben musste — dass ich Dich halten konnte — so war es nicht.

Menschenleben sind wie Blätter, die lautlos fallen. Man kann sie nicht aufhalten auf ihrem Weg.

Bibelworte

Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben.
Lasset mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe.
1. Mose 24,56

Fürchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott.
1. Mose 50,19

Ich liege und schlafe ganz mit Frieden:
denn allein du, Herr, hilfst mir,
dass ich sicher wohne.
Psalm 4,9

Der Herr ist mein Hirte.
Psalm 23,1

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31,16

Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöset, Du treuer Gott.
Psalm 31,6

Herr, du hast meine Seele vom Tode errettet.
Psalm 56,14

Der Herr ist mit mir,
darum fürchte ich mich nicht.
Psalm 118,6

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;
ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jesaja 43,1

Selig sind, die da Leid tragen;
denn sie sollen getröstet werden.
Matthäus 5,4

Herr, dein Wille geschehe.
Matthäus 6,10

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.
Johannes 11,25

In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.
Johannes 14,2

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16,33

Ich habe einen guten Kampf gekämpft,
ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben behalten.
1 Timotheus 4,7

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.
1 Johannes 4,16

2. Einleitende Worte

Erschüttert geben wir bekannt, dass unser ... auf tragische Weise verstorben ist.

Aus einem hoffnungsvollen Leben wurde uns ... durch einen tragischen Unfall für immer genommen.

Für ihre fürsorgliche Liebe danken wir unserer ... und nehmen in stiller Trauer Abschied.

Heute entschlief sanft und ruhig unser ...

In stiller Trauer nehmen wir Abschied von …

Ein arbeitsreiches, erfülltes Leben voll Liebe und Güte ging zu Ende.

Für uns alle unfassbar, starb … Er war voller Hoffnung, wieder gesund zu werden. So gerne hätte er noch gelebt.

... vollendete nach einem harmonischen Lebensabend in aller Stille sein Leben.

Wir können es nicht fassen, dass mein lieber Mann, unser guter Vater ... nicht mehr lebt.

Unser Herz ist voller Traurigkeit über den Tod von …

Nach langer, schwerer Krankheit bedeutete der Tod für ... eine Erlösung. Dieses Wissen er­leichtert uns den Abschied.

Der Lebensweg unserer … ist beendet. Sie war uns durch ihre Liebe und Fürsorge ein Vorbild.

Unser ... durfte nach einem erfüllten Leben voll Liebe und Verständnis in Frieden heimgehen.

Plötzlich und unerwartet entschlief ... Sie war der Mittelpunkt unserer Familie.

3. Daten des Verstorbenen

Name, ggf. Geburtsname, Geburtsdatum, Sterbedatum

Zusätzlich können noch Spitznamen, Angaben zum Beruf oder der Geburtsort eingefügt werden. Bei Trägern besonderer Auszeichnungen können diese ebenfalls erwähnt werden.

4. Hinterbliebene

Die Reihenfolge wird in der Regel vom Verwandtschaftsgrad bestimmt:

  • Ehepartner
  • Kinder mit Schwiegerkindern und Enkeln
  • Eltern
  • Geschwister
  • weitere Verwandte

Um Probleme mit der Aufzählung zu vermeiden, werden meistens nur die Angehörigen in direkter Linie aufgezählt.

Beispiel:

In stiller Trauer:
Hildegard Müller geb. Schmidt
Werner und Beate Müller
mit Jessica, Sabrina, Daniel
Manfred und Monika Maier geb. Müller
mit Michael, Sebastian
und alle Anverwandten

5. Ort und Datierung

Es sollten Postleitzahl und Ort, in dem der Verstorbene gelebt hat, genannt werden.

Viele Zeitungsleser achten als Erstes auf die Ortsbestimmung der Traueranzeige. Heutzutage wird jedoch davon abgesehen, die genaue Wohnadresse des Verstorbenen bekannt zu geben. Diese Daten wurden oft von unerwünschten Personen ausgewertet und zu Werbezwecken genutzt.

Das Datum ist das Sterbedatum und datiert die Anzeige.

6. Termine und Mitteilungen

Im letzten Teil der Traueranzeige wird der Beisetzungstermin oder der Ausschluss der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Am Ende der Traueranzeige können noch weitere Mitteilungen eingefügt werden:

  • Anstelle von zugedachten Kranz- und Blumenspenden bitten wir um eine Spende zu Gunsten der …, Kennwort „(Name des Verstorbenen)“, Konto …
  • Von Beileidsbezeigungen am Grab bitten wir höflichst Abstand zu nehmen.
  • Die Familie bittet auf den für sie schmerzlichen Händedruck am Grab zu verzichten.